For English speaking readers: This is one of the few German blog posts, be ensured that most of the upcoming content remains in English Heute Mittag genoss ich die Gelegenheit, mein brand neues HTC Desire Z aus dem O2 Shop abzuholen. In den vergangenen 7 Tagen habe ich mir viele Gedanken zu einem möglichen neuen [...]

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For English speaking readers: This is one of the few German blog posts, be ensured that most of the upcoming content remains in English :)

Heute Mittag genoss ich die Gelegenheit, mein brand neues HTC Desire Z aus dem O2 Shop abzuholen. In den vergangenen 7 Tagen habe ich mir viele Gedanken zu einem möglichen neuen Handy gemacht, Modelle und Preise verglichen, Reviews gelesen und Hands-On Videos angesehen. Meine Wahl viel, trotz des stolzen Preises, auf eines der neuen Flagschiffe von HTC.

Das Desire Z ist der direkte Nachfolger vom HTC Desire und, genau wie das neue HTC Desire HD, mit aktueller Hardware sowie Android 2.2 (Froyo) ausgestattet. Es liegt gut in der Hand, ist aber deutlich schwerer als vergleichbare Smartphones. Die Tastatur fährt Dank des Z-Slide Mechanismus sanft unter dem Touchscreen hervor und erlaubt recht schnelles Tippen. Dank der Autokorrektur von Android werden dabei auch Tippfehler berücksichtigt und Korrekturvorschläge angezeigt.

Die Einrichtung des Geräts ging schnell von der Hand, zur Wahl standen u.a. die Eingabe von Google- sowie Facebook-Daten sowie eine Registration bei HTC Sense, dem noch recht neuen Cloud Dienst vom taiwanesischen Elektroriesen HTC.

Die vorinstallierten Apps erlauben das Vornehmen der wichtigsten Einstellungen, Multimediawiedergabe und die stilvolle Einrichtung (Stichwort: Individualisierung) der Oberfläche. Dabei stehen mehrere Hintergründe, Styles und GUI-Layouts zur Verfügung, weitere können über das Internet herunter geladen werden.

Der Prozessor und RAM erlauben das ruckelfreie Bedienen des Desire Z, wobei es beim gleichzeitigen Herunterladen sowie Installieren von Applikationen zu kleinen spürbaren Rucklern kommt – jedoch nur, wenn Onlineinhalte abgerufen werden. Hier machen sich, trotz HSDPA und Co., der Empfang sowie die eingeschränkte Bandbreite bemerkbar. Dies ist jedoch kein Makel vom Handy, sondern eine allgemeine Beschränkung, der wohl jedes Smartphone unterliegt. Ich wüsste auf Anhieb auch nicht, wie ein Handyhersteller diesen Umstand verbessern könnte – für mich ist dies also kein “Nachteil”.

Allen Erwartungen zum Trotz stören weder die großen Ausmaße, noch das relativ hohe Gewicht des Handys in der Hosentasche. Man merkt zwar dauernd, dass man etwas mit sich herum schleppt, allerdings war dies den gesamten Tag über kein unangenehmes Gefühl. Man könnte es also mit einem Kleingeld gefüllten Geldbeutel vergleichen, den man sich in seine Jeans stopft.

Bei der Verwendung des Geräts fällt immer wieder auf, dass die Hersteller wohl einen großen Fokus auf die soziale Vernetzung gelegt haben. Nach der Einrichtung schlug das Desire Z vor, meine SIM-Kontakte mit Facebook und Google zu verknüpfen, wobei die Kontaktleiste dann gut sortiert die schnelle Kontaktaufnahme mit Bekannten ermöglicht. Google Talk und die Facebook-App sind Dank der Desktop-Shortcuts schnell geöffnet und gestatten eine reibungslose Kommunikation mit jedem, der gerade online und verfügbar ist. Das Tippen geht, wie weiter oben bereits geschrieben, gut von der Hand, ist jedoch für Touchscreen-Tipper gewöhnungsbedürftig. Die Tasten auf der QWERZ-Tastatur sind leider etwas zu flach ausgefallen, womit man zwar nicht abrutscht, aber die Tasten doch etwas schwerer trifft. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gelingen jedoch auch ungeübten Benutzern fehlerfreie Mails, die innerhalb von Sekunden getippt werden.

Seltsam ist, dass der Bildschirm nicht ganz so gut auf der Tastatur aufliegt, wie es z. B. beim Vorführmodell im O2-Shop der Fall war. Sobald man die Tastatur ausfährt und sich doch dafür entscheidet den Touchscreen zu berühren, fängt der Bildschirm an zu wackeln. Das ist zwar nicht nervig, aber verwundert doch. Ob das auf Dauer stabil bleibt? Die Zeit wird es zeigen.

Die Laufzeit des Akkus ist ok, bei starker Benutzung zeigt das Battery-Widget eine verbleibende Kapazität von 50 Prozent an. Da ich das Desire Z nun seit über 2 Stunden intensiv nutze (Surfen, Downloads, Apps), halte ich das für ok. Schließlich laufen auch GRPS und diverse Dienste im Hintergrund.

Viele Review-Autoren sind der Meinung, dass der Akku einen Tag lang durch halten soll, ich halte das für realistisch.

Was ich nicht erwartet hatte, war der große Spaß-Faktor: Jede Bewegung, jeder Fingerstreich, sogar das Anrufen macht eine riesen Laune und verleitet dazu, noch tiefer in die Optionsmenüs vorzudringen, versteckte Konfigurationen zu entdecken, neue Apps (und somit neue Funktionalitäten) herunter zu laden und in der lokalen Shell herum zu spielen. Alles in allem kann man simple Aktionen auf dem Gerät schon fast als Erlebnis beschreiben – und ich denke, dass so etwas auch von HTC beabsichtigt ist.

Bedauerlich ist, dass man ohne root-Rechte nur rudimentär mit der Shell Spaß haben kann, aber dafür gibt es ja auch Abhilfe :)

Jetzt fehlt mir nur noch mein htop für die Shell…. *schwärm*

Ach ja, bevor ich es vergesse: Telefonieren kann man mit dem Teil natürlich auch noch ;) Die Sprachqualität ist gut und selbst laut aufgedrehte Musikvideos von YouTube klingen halbwegs angenehm. Für mich lautet daher der erste Eindruck: 9 von 10 Sternen.

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