LinuxCon und CloudOpen Europe 2014 – Huawai erklärt Zukunft der mobilen Datenfunknetze

Düsseldorf – Während einer der ersten Vorträge auf der LinuxCon und CloudOpen in
Düsseldorf erklärt Anthony C. K. Soong, Chief Scientist für Wireless
Research and Standards bei Huawai Technologies Co. LTd, woran es an
den derzeitigen Strukturen bei den mobilen Datenfunknetzen krankt und
in welche Richtung ein Wandel statt finden wird.

Die steigende Anzahl an Smartphones, die über mobile Datenfunknetze
kommunizieren, sind nicht erst seit gestern eine Belastungsprobe für
die Telekommunikationsinfrastruktur. Dazu komme laut Soong, dass
einige Bereiche der Infrastruktur seit gut 20 Jahren kaum oder gar
nicht an die neuen Herausforderungen angepasst wurden. Dies führe zu
Problemen, die bei der Architektur der mobilen Datenfunknetze nicht
berücksichtigt wurden.

Ein Teil der Infrastruktur ist zentralisiert aufgebaut; beispielsweise
ist eine Komponente sowohl für die eigentlichen Datenkommunikation,
als auch für den so genannten “Signaling Traffic” zuständig. Letzteres
bezeichnet unter anderem die Signale von mobilen Endgeräten, die dem
Netzwerk ihren Standort und gemäß Tarif erlaubte Nutzung mitteilt.
Weiterhin nutzen die Netzteilnehmer den Signaling Traffic, um heraus
zu finden, wann die nächste Station im Netzwerk angesprochen werden
muss.

Interessanterweise verzeichnen wir einen höheren Anstieg beim
Signaling Traffic als beim eigentlichen Datenvolumen, so Soong.
“Demnach müssen wir die Komponenten, die für die Abwicklung von beiden
Traffic-Arten zuständig sind, auseinander ziehen”.

Soong hat dem Publikum darauf hin die Pläne für den künftigen Aufbau
der mobilen Datenfunknetze skizziert. Wenig überraschend sollen einige
Komponenten von Huawais Netzen virtualisiert unter OpenStack betrieben
werden. Entsprechende Hinweise hatte Huawai bereits auf vergangenen
Veranstaltungen im Rahmen von Vorträgen geliefert.