Erfahrungsbericht: Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration

For all English speaking readers: This is one of the few published texts being written in German. This blog post is about the German education “Computer Science Expert”. It is an apprenticeship you have to pass if you want to work as an IT administrator, for example.

Hinweis: Die hier dargestellten Erfahrungen entsprechen teilweise auch denen meiner Kollegen. Negativ auslegbare Beispiele, z. B. über “Ausbeutung” im Betrieb beziehen sich nicht auf mich, meine Ausbildung oder gar meinen ehemaligen Ausbildungsbetrieb.

Für viele ist es ein Traum sein Hobby zum Beruf zu machen. Man kann den ganzen Tag das tun, was man eh gerne macht und wird auch noch dafür bezahlt. Hört sich irgendwie exotisch an. Hört sich ein bisschen so an, als ginge es um Schauspieler, Musiker, Journalisten oder Tänzer. Bei mir ist das ganz unspektakulär. Soweit ich mich richtig zurück erinnere, habe ich mich zum ersten mal im Alter von 8 Jahren mit Computern beschäftigt. Damals war das noch eine Kiste mit 256 KB Arbeitsspeicher und 25 MHz. Unser Nachfolgegerät zu Hause besaß dann sogar einen Turbo-Knopf, um die Intel CPU auf gigantische 66 MHz zu beschleunigen.

Während Computer und die IT-Welt im Allgemeinen mein größtes Hobby wurden, war für mich schon immer klar: Wenn ich später mal arbeite, sollte es was aufregendes sein und möglichst mit Computern zu tun haben. Und so kam es, dass ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration began.

Wer in Deutschland für halbwegs gutes Geld arbeiten möchte, benötigt entweder eine geniale Idee, eine gut situierte Familie oder aber eine Ausbildung bzw. ein Studium. In Deutschland ist es enorm wichtig, dass der normale Angestellte ein Schein hat, der als Beweis für eine Art Ausbildung dient. Wer also in Deutschland im IT-Sektor arbeiten möchte, sollte entweder entsprechende Fächer studiert oder aber eine Berufsausbildung abgeschlossen haben.

Für ITler gibt es dabei mehrere Ausbildungsmöglichkeiten: Schule only (z. B. zum technischen Assistenten) und die duale Ausbildung. Die duale Ausbildung bietet u.a. die Möglichkeit, sich zum Mediengestalter oder Fachinformatiker ausbilden zu lassen. Während Mediengestalter eher Richtung Layout und Videoschnitt gehen, sind die Fachinformatiker ganz klar fürs Technische zuständig: Helpdesk, Systemadministration, Programmierung, Webdesign.. und und und.

Systemintegration oder Anwendungsentwicklung?
In Deutschland hat man die Wahl zwischen den folgenden Ausbildungsberufen: Fachinformatiker für Systemintegration und Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Systemintegration geht eher Richtung Administration von Servern und Helpdesk, die Anwendungsentwicklung fokusiert sich ganz auf Entwicklungsarbeit (Programmierung und Scripting).

Wer schon immer mal “was mit Computern” machen wollte und sich ein klein wenig für das interessiert, was unter der Haube steckt, kann sich als Fachinformatiker für Systemintegration versuchen. Im Normalfall landet man meist nach seinem erfolgreichem Abschluss irgendwo im Service/Helpdesk/Support oder wird Administrator. Allgemein gilt anscheinend, das ist zumindest mein Eindruck: Wer nicht soo viel drauf hat, wird eher Systemintegrator. Diese Ausbildung gilt für jeden als machbar und beherbergt die Basics unserer modernen Computerwelt. Wer hingegen schon immer mehr am PC gemacht hat, als bloß zu spielen oder surfen, kann ruhigen Gewissens zum Anwendungsentwickler werden. Diese Ausbildung vermittelt wesentlich mehr Detailwissen und gilt durchaus als schwerer. Achtung: Nach der Ausbildung kann man dennoch als Administrator oder was auch immer arbeiten. Es zählt im Prinzip nur, dass man eine Ausbildung gemacht hat. Was danach kommt, bleibt dir überlassen. Als ich im letzten Ausbildungsjahr in der Berufsschule ein Gespräch mit den IT-Angestellten vor Ort hatte und von meinen privaten Projekten erzählte, wurde ich gefragt: “Wieso hast du nicht die andere Ausbildung gemacht? Wir FiSis sind doch nur die Deppen, die die Monitore schleppen.” Ich finde, es kommt darauf an, was man selbst aus sich und seiner Ausbildung macht. Wer sich abstempeln lassen möchte – gerne! Allerdings kannst du auch als FiSi “die Welt bewegen”. Anwendungsentwickler sind nicht automatisch besser, sie hatten nur eine schwerere Ausbildung und haben mehr programmiert (übrigens sind die Unterrichtseinheiten zum Thema Programmieren meist … recht sinnlos, aber dazu später mehr).

Ich empfehle daher: Mach das, was dir mehr zusagt. Du hast kein Bock auf viel Programmieren? Dann nimm den FiSi-Zweig!

Ganz egal für was man sich entscheidet: Im Ausland kennt zählt keiner diese Berufe, die Wertschätzung hierfür hält sich daher also entsprechend gering.

Die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration
Anscheinend sehen viele die Systemintegratoren entweder als Support-Mitarbeiter, Netzwerkadmins, Geringverdiener, ITler ohne Detailwissen oder simple Administratoren. Zumindest fühlt sich die Ausbildung entsprechend an. Der gesamte Stoff konzentiert sich im wesentlichen auf die Gebiete Windows Active Directory, etwas Linux, “Progammieren” (bei mir war es Java), allgemeine Kenntnisse über Kabeltypen und Netzwerke, MySQL, Sport, Ethik bzw. Religion, Wirtschaftslehre, etwas Security (“Was ist ein Virus)” sowie Basics (“Was ist ein Bit?” etc.). Wer sich also schon immer für Computer interessiert hat und über entsprechende Kenntnisse verfügt, stellt nach 3 Jahren Ausbildungszeit fest: Hoppla, viel dazu gelernt habe ich aber nicht. Und genau so ist es. Die Ausbildung findet im dualen System statt, d.h. man verbringt etwas Zeit in der Berufsschule und viel Zeit im Betrieb. Was man in etwa in der Berufsschule lernt habe ich eben erwähnt, was man im Betrieb lernt, hängt stark von der jeweiligen Firma ab. Manche Unternehmen setzen einen Azubi nur als billige Arbeitskraft ein, manche stellen einem gleich mehrere Ausbilder zur Seite. Die Qualität der Ausbildung hängt also von drei Faktoren ab: Die Wahl des Betriebs, die Lehrer in der Berufsschule und die Eigenmotivation (z. B. selbstständiges Lernen zu Hause etc.).

Die Berufsschule ist dabei ein spezielles Gebiet. Sie wird von Menschen besucht, die zuvor auf den unterschiedlichsten Schulen waren. Einige kommen von Sonderschulen, einige von Hauptschulen, einige von Realschulen und ganz wenige vom Gymnasium. Dabei ist es selbstverständlich, dass die Lehrer versuchen müssen, den Unterrricht für alle verständlich zu gestalten. Selbst das gehobene Nivau (bei sehr guten Lehrern und einer guten Klasse) entspricht gerade mal dem Unterrichtsniveau einer guten Hauptschulklasse. Man darf daher nicht viel erwarten. Allerdings muss ich zugeben, dass alle Lehrer immer bemüht waren und meist nur am Desinteresse der Schüler scheiterten.

Es gilt daher in den drei Jahren der Ausbildung die Berufsschule zu meistern (man kann übrigens nicht durchfallen) und im Betrieb zu glänzen. Je nach Firmenwahl genügt die pure Anwesenheit oder man muss sich regelrecht reinhängen.

Gehälter während und nach der Ausbildung
Die Gehälter für die Ausbildung variieren von Unternehmen zu Unternehmen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass man im ersten Lehrjahr zwischen 500 und 700 Euro brutto erhält. Das Gehalt steigert sich über die drei Jahre zwei Mal, im dritten Lehrjahr können also schon mal 800 Euro brutto dabei rausspringen. Für eine Ausbildung ist das völlig ok. Wenn man bedenkt, dass viele Azubis nicht viel mehr tun als in der Firma zu surfen und in der Berufsschule durch Abwesenheit glänzen, ist das sogar purer Luxus. Ich halte das Azubi-Gehalt für angemessen. Nach der Ausbildung kann man sich nach dem bundesweiten Durchschnitt richten: Neueinsteiger in der IT-Welt leben meist von einem Bruttogehalt in Höhe von 27 000 bis 33 000 Euro brutto im Jahr. Allerdings gibt es auch Fachinformatiker, die beispielsweise mit 24 000 brutto einsteigen, andere wiederzum verdienen gleich 45 000. Für die ersten Gehaltsverhandlungen nach der Ausbildung gilt: Je nach Einsatzgebiet (z. B. First Level Support oder gleich Kernelentwicklung *g*) und persönlichen Kenntnissen muss man wissen, wie viel man auf dem Markt wert ist und für wie viel man sich hergeben möchte. Wer beispielsweise in einer betriebsinternen IT arbeitet und etwas Windows Helpdesk macht, kann sich wohl mit 24 000 Euro brutto im Jahr und 26 Urlaubstagen glücklich schätzen. Interessant ist, dass große Unternehmen und Konzerne generell sehr viel besser als kleine Firmen zahlen. Es gibt daher bei Konzernen durchaus Einstiegsgehälter, die weit über den eben genannten Durchschnitt liegen – obwohl man dort teilweise weniger leisten muss als bei so mancher kleiner Firma.

Mein persönlicher Erfahrungswert ist: Je kleiner die Firma, desto niedriger das Gehalt. Aber desto größer der Lerneffekt und desto besser die persönliche Atmosphäre. Bei kleinen Firmen dutzen sich alle Mitarbeiter, gehen mit dem Chef Abends essen und haben häufig eine gute Zeit. Es gilt daher zwischen Gehalt, Lerneffekt, Arbeitsatmosphäre und anderen Dingen abzuwägen. Ich finde z.B., dass “viel neues dazu lernen” weitaus besser als ein pures großes Gehalt ist. Es geht schließlich darum weiter zu kommen und etwas aus sich zu machen. Wenn du eine Firma erwischst bei der du merkst, dass sie was für ihre Angestellten tut (z. B. Zertifikate und Schulungen bezahlen), dann hast du sicherlich eine gute Wahl getroffen. Über Gehalt kann man später immer noch reden.

Achtung: Viele erliegen dem Irrglauben, dass man einfach für zwei bis drei Jahre zu einer Firma gehen kann, dort für niedriges Gehalt viel lernt und anschließend weiter zieht. Das kann zwar funktionieren, bringt jedoch auch etliche Nachteile mit sich. Wer denkt denn bitte, dass das Lernen nach drei Jahren zu Ende ist? Mein Tip: Wenn ihr mit der Situation in eurer Firma zufrieden seid, sie euch gut behandelt und ihr mit eurem Geld zurecht kommt -> bleibt! Schließlich hat die Firma in euch als Neueinsteiger investiert und ihr habt die Möglichkeit, lange dabie zu bleiben und womöglich in eine Rolle hinein zu wachsen, vllt. sogar etwas mit aufzubauen.

Nochmal zur Qualität…
Die Qualität hängt, wie bereits erwähnt, auch von den Berufsschullehrern ab. Viele dieser Menschen besitzen einen unglaublichen Erfahrungsschatz und können einem sogar die Basics der Anfänge aller Computer bei bringen. Das ist vor allem nützlich, wenn man die moderne IT verstehen möchte. Andere Lehrer sind jedoch Quereinsteiger aus einer völlig anderen Welt und wissen nicht, was sie da so tun. Bei Fragen bekommt man dann schon mal die Antwort “les doch im Buch nach”, was nicht bedeuted “hey, du bist Informatiker, du solltest in der Lage sein deine Informationen selbst zu besorgen”, sondern “ich habe keine Ahnung”. Das ist leider tatsächlich so. Hier hilft nur der respektvolle Umgang mit dem Lehrer (hey, nicht jeder ist ITler und Spezialist) und versuchen, über Mitschüler oder Eigeninitiative weiter zu kommen.

Im Betrieb sollte man darauf achten, dass man nicht als billige Arbeitskraft missbraucht wird oder der Sekretärin als Ablagehilfe dient. Einige Unternehmen besitzen leider kein klares Ausbildungskonzept, daher sollte man das Gespräch mit dem Verantwortlichen suchen und gemeinsam planen, wie man die kommenden Jahre möglichst gut verbringt. Viele Azubis fristen auch in Firmen ihr Dasein, in denen sie alleine gelassen werden. Auch hier gibt es Abhilfe: Wenn du nichts zu tun hast und nur surfst, kannst du genauso gut eigenständig Projekte beginnen, dich irgendwo einarbeiten bzw. einlesen, irgendwie produktiv sein… die Möglichkeiten sind nur von deiner Fantasie und Motivation begrenzt. Tu was für dich!

Für wen sich diese Ausbildung nicht eignet
Wenn man schon immer gerne vor dem Rechner saß und weiß, was Facebook und Games sind, dann ist man noch lange nicht für diese Ausbildung geeignet. Leider sagt jedoch das Arbeitsamt (und häufig auch die Eltern) etwas anderes.  Diese Menschen besitzen häufig keine Kenntnisse über die IT-Welt und assoziieren “Spieler” mit “Computer” .. “moment, der Junge könnte doch Informatiker werden!”. Wenn du dich jetzt in diesem Satz wieder findest, solltest du es besser bleiben lassen. Du magst zwar vielleicht die Ausbildung bestehen, allerdings wirst du niemals gut sein, wenn du nicht von selbst Interesse für Details mit bringst. Werde lieber Mediengestalter oder such dir was anderes.

Sollte ich nicht besser studieren?
Achtung: Bitte nicht “Informatiker” (Studium) mit “Fachinformatiker” verwechseln! Informatiker studieren und lernen dabei Assembler, Algorythmen etc. und wenden dies später entsprechend an. Fachinformatiker hingegen administrieren Systeme, Scripten, betreiben Virtualisierung und und und. Das sind zwei unterschiedliche Welten. Ich wurde beispielsweise von einer Personaldame der Telekom gefragt, warum ich – trotz meiner vielen Kenntnisse – nicht studieren gegangen bin. Ich glaube, diese Dame sollte künftig das Personal nicht mehr aussuchen. Diese Ausage mag provokant und sogar etwas unverschämt und dreist sein, aber sie beinhaltet doch die Wahrheit. Studierte Informatiker denken in abstrakten Wegen, sie arbeiten an ganz anderen Dingen wie wir Fachinformatiker (meistens zumindest). So kommt es, dass viele Diplom-ITler keinen blassen Schimmer von Linux oder der Systemadministration haben. Dafür könnten sie jedoch ihre eigene Programmiersprache entwickeln.

Du solltest wissen, was du mal tun möchtest (ich weiß, das ist vor der Ausbildung schwer^^). Wenn du mal abstrakt irgendwelche Algorythmen entwickeln und damit z. B. das Nutzerverhalten von Kunden in Mobilfunknetzen vorhersagen möchtest, ist es vllt. sogar das richtige für dich. Aber auch nur, wenn du schon als Kind wusstest, was der Unterschied zwischen 32 und 64 Bit ist und wieso Assembler die beste Wahl darstellt, wenn man auf eine CPU zugeschnittene Software entwickeln möchte. Unsere Studiengänge unterscheiden sich deutlich von denen der USA, von daher kann man auf keinen Fall Vergleiche anstellen. In den USA ist es durchaus üblich, dass Systemadminsstudiert haben, hierzulande jedoch nicht.

Der Ablauf der Ausbildung
Die Ausbildung dauert ingesamt maximal drei Jahre (verkürzen auf 2 bzw. 2,5 Jahre ist möglich, bitte entsprechend bei Google recherchieren). Man geht ein paar Tage im Monat zur Berufsschule und ist die restliche Zeit in seinem Betrieb. Wenn also eine Firma mehrere Azubis hat, sind während der normalen schulischen Ferienzeiten alle Azubis im Betrieb. Während der Berufsschule darf kein Urlaub genommen werden, der Besuch der Schule ist in der Regel pflicht. Wer geschickt ist, schläft aber dennoch aus 😛 *hust* ich hab nix gesagt!

Während dieser drei Jahre kann man in der Schule nicht durchfallen und schreibt dort Schulaufgaben sowie meist angekündigte Exen. Ausfragen oder mündliche Noten gibt es nur selten. Der Unterricht fokussiert sich meist auf Gruppenarbeit, Refarate oder selbstständige Recherche im Internet. Es gibt eine Zwischenprüfung, die nach 18 Monaten statt findet, jedoch nichts zählt. Die Prüfung hat in meinen Augen nichts mit der Abschlussprüfung zu tun, soll aber gleichzeitig dem Azubi und der Firma einen Einblick in den Stand des Lernfortschritts gewähren. Ah ja… Ich hatte damals 69 Punkte (von 100) und lag nur knapp über dem Durchschnitt.  Die Abschlussprüfung habe ich dann mit einer 1 bestanden. Wenn wir auch gleich beim Thema sind: Am Ende der Ausbildung gibt es einmal die schulische Wertung (Zeugnis) und das IHK-Zeugs. Achtung: Schule und IHK haben nichts miteinander zu tun! Die IHK-Prüfungen bestehen aus den schriftlichen Abschlussprüfungen (dauern Vormittags ein paar Stunden) und der betrieblichen Projektarbeit. Bei der Projektarbeit führt man selbstständig in der Firma ein Projekt durch (bei den Systemintegratoren darf dieses maximal 35 Std. dauern) oder aber führt Teile eines bestehenden Projekts durch. Zusätzlich beinhaltet die Projektarbeit eine Dokumentation und eine mündliche Präsentation vor dem IHK-Prüfungsauschuss (dieser besteht aus IHKlern, Lehrern und Vertretern aus der Industrie). Ein typisches Projekt wäre z. B. “Umstellung von Windows 2003 auf Windows 2008” oder “Integration von WLAN ins Firmennetzwerk” oder aber auch “Migration von Linux-Servern in das Windows-Netzwerk”. Projekte dürfen in der Regel frei gewählt sein, sind nicht sooo umfangreich und sollten was mit den Themen “Integration” oder “Migration” zu tun haben. Ein Projekt á la “Xen – Ein Open Source Hypervisor” geht z. B. nicht. Da müsstest du dein Projekt z. B. “Migration von dedizierten Servern auf virtuelle Maschinen mit Xen” nennen, kannst aber tatsächlich das gleiche tun 😛 Das war z. B. meine Projektarbeit.

Insgesamt gehen von den 35 Stunden 8 für die Dokumentation und 3-4 für Recherchen drauf. Für die Ausführung und Planung verbleiben also gerade mal so 23 Stunden. In dieser Zeit muss das Projekt durchgeführt werden. Häufig sind es spezielle Azubi-Projekte, die in der Firma gar nicht gebraucht werden, ab und an führt man jedoch auch reale Projekte durch. Ganz egal wie man es macht: Die IHK sollte niemals wissen, dass das Projekt erfunden ist. Am besten ist daher also, wenn man sich mit dem Ausbilder/Chef zusammen setzt und gemeinsam ein Projekt bzw. einen Teilauftrag findet, der angemessen ist. Und die IHK zerfleischt einen nicht, wenn nicht alles perfekt ist. Ganz im Gegenteil: Interessant für die Herrschaften ist eher, ob man mit unvorhergesehenen Problemen zurecht kommt und gut reagiert.

Nach der Projektpräsentation vor dem IHK-Prüfungsausschuss gibt es übrigens noch ein 15minütiges Fachgespräch. Dort müssen dann Fragen zum Projekt und leicht allgemeine Fragen beantwortet werden. Z. B. “Was für Cluster-Arten gibt es?” oder “Was ist Ergonomie?”

Die Fragen sind leicht, wenn man sich sehr für Computer interessiert und sich vorbereitet hat. Die Fragen sind schwer, wenn man zu sorglos mit seiner Ausbildung umgeht.

Weitere Informationsquellen für die Ausbildung
Viele informieren sich noch in Foren über die Ausbildung und stellen dort ihre Fragen.. mein Tip ist: Halte dich davon bloß fern. Da tummeln sich zwar teilweise auch Ausbilder und Leute von der IHK, allerdings sind die Antworten teilweise unterirdisch schlecht. Nur ein Beispiel: Viele Azubis stellen dort ihr Abschlussprojekt für die Ausbildung vor und möchten etwas Feedback haben. Ich habe schon häufig erlebt, wie diese Menschen von den Forenmitgliedern nieder gemacht wurden. Es sei kein typisches Projekt, es sei aussichtslos etc etc. Als ich damals meine Idee vorstelle, erhielt ich viel negative Kritik und den Ratschlag, es lieber bleiben zu lassen. Mit dem gleichen Projekt bin ich 2010 unter die besten 2,8 Prozent aller Absolventen in diesem Beruf gekommen. IHK Note 1. Von daher ist die Aussagekraft vieler Forenbeiträge in solchen Foren mit Vorsicht zu genießen. Wenn du also Fragen hast, kannst du gerne mich anschreiben oder dir auch diesen Blogbeitrag meines Freundes durchlesen: http://www.iniy.org/?p=136 Viele Teile der Ausbildung habe ich hier bewusst weg gelassen, da Jonas in seinem Blog bereits vieles abdeckt. Lesen lohnt sich!

5 thoughts on “Erfahrungsbericht: Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration

  1. Halo Valentin.Ich hofe ist nicht zu spät und siehst du meine nachricht.Ich habe eine frage.Ich bin in DE ein jahr, komme aus Ungarn.Habe eine Abitur-und schule aus tiermedizin.Ich wollte IT studieren aber meine altern sagten ich mus ein Vateriner und so weiter.Jezt binn ich in DE, bin 29 jahre alt.Arbeite in Logistik.Naturlich ich hasse mein job.Dann kommte eine idee IT ausbildung machen.PC ist mein fasst alles.Ich spiele, surfe, als ich mehr zeit hatte machte ich webs, webdesigns.Wenn ich so nachdenke IT ist einzig was mich als job interessieren könnte.Ob entwickeln oder PCs und servers in gang halten in ein riesen büro.Einfach es ist für mich.

    Die frage:1.29 jahre ist das für mich nicht zu spät?Nimmt mich eine firma noch?
    2.Bin in Berlin : 100 prozent will ich Fachinformatiker für Systemintegration lernen – welche firma soll ich suchen.Zum beispiel ist BSR in Berlin ok?
    Danke sehr führ deine antwort ,D

  2. Hi,
    > Die frage:1.29 jahre ist das für mich nicht zu spät?Nimmt mich
    > eine firma noch?
    dein Alter ist fast egal. Ich denke schon, dass du gute Chancen bei vielen Firmen hast, so lange du dich in deiner Bewerbung gut verkaufst. Ich habe schon ältere Azubis gesehen 🙂

    > 2.Bin in Berlin : 100 prozent will ich Fachinformatiker für
    > Systemintegration lernen – welche
    > firma soll ich suchen.Zum beispiel ist BSR in Berlin ok?
    Ich kann dir keine Firma in Berlin empfehlen, die musst du schon selbst finden. Suche dir einfach mehrere Stellenanzeigen an, die dich ansprechen und informiere dich dann über diese Firmen.

    Für eine Ausbildung kann ich dir nur raten: Sei nicht zu wählerisch! 🙂

    Viel Glück und Erfolg!

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